Finanzministerin Heike Taubert begrüßt steuerfreie Sonderzahlungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Thüringer Finanzämter geben steuerliche Informationen für von der Corona-Krise Betroffene und sind auf neue Regelungen eingestellt.


Erstellt von Thüringer Finanzministerium

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen an Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt.

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen an Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt. Erfasst werden Beihilfen und Unterstützungen, die Arbeitgeber an Beschäftigte vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 über den vereinbarten Arbeitslohn hinaus gewähren. Ein entsprechendes Schreiben hat das Bundesfinanzministerium im Einvernehmen mit den Ländern herausgegeben.

Finanzministerin Heike Taubert betont dazu: „Viele Menschen arbeiten in diesen Tagen sehr hart, sei es an der Supermarktkasse, hinter dem Lkw-Lenkrad, als Pflegekräfte und Ärzte im Krankenhaus und den Sozialeinrichtungen. Sie verdienen unseren Respekt und unsere Unterstützung.“ Die Ministerin sagt weiter: „Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung, wenn Unternehmen ihren Beschäftigen Sonderzahlungen gewähren. Ich habe die Steuerfreistellung der Sonderzahlungen gern unterstützt und sehe darin einen weiteren Baustein der unbürokratischen staatlichen Hilfe für Beschäftigte aller Branchen.“

Die Ministerin weist darauf hin, dass die Steuerfreiheit nur greift, wenn die im BMF-Schreiben vom 9. April 2020 genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Danach müssen die Geld- oder Sachleistungen im Zeitraum vom 1. März 2020 bis einschließlich 31.12.2020 zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt und als steuerfreie Leistungen im Lohnkonto aufgezeichnet werden. Der steuerfeie Arbeitslohn ist nicht in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für 2020 und somit auch nicht in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Es ist zu beachten, dass arbeitgeberseitig geleistete Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld nicht unter die Steuerbefreiung fallen.

Das BMF-Schreiben vom 9. April 2020 kann auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums unter https://www.bundesfinanzministerium.de in der Rubrik BMF-Schreiben abgerufen werden.

Bei Fragen können sich Thüringer Unternehmerinnen und Unternehmen telefonisch an die Finanzämter wenden. Die Telefonsprechzeiten wurden ausgeweitet, um den Hilfesuchenden Informationen zu geben und um trotz der gestiegenen Zahl der Anfragen, adäquat antworten zu können.

Außenansicht Dienstgebäude des Thüringer Finanzministeriums

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