Thüringen zieht Bilanz aus Covid-19 Pandemie: Informationstechnik in der Landesverwaltung soll angepasst werden.


Erstellt von Thüringer Finanzministerium

In Folge der Erfahrungen mit Tele- und Heimarbeit, aber auch Arbeiten mit Video- und Telefonkonferenzen im Zuge der Corona-Epidemie will die Thüringer Landesverwaltung die technischen Möglichkeiten anpassen.

Der Thüringer Finanzstaatssekretär und Beauftragte für Informationstechnik im Freistaat Dr. Hartmut Schubert sagt: „Dank flexiblen Handelns aller Behörden im Freistaat war die Thüringer Verwaltung arbeitsfähig. Das Thüringer Landesrechenzentrum und die Verantwortlichen in den Ressorts haben gute Arbeit geleistet. So konnte das Arbeiten unter den Sicherheitsbestimmungen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie gewährleistet werden. Quasi über Nacht hatten Behörden Informationstechnik für veränderte Arbeitszeiten, Heimarbeit und Schichtsysteme bereit zu stellen. Die Zusammenarbeit musste neu organisiert, neue Technik in Betrieb genommen, vorhandene technische Lösungen, wie etwa die Thüringen-Cloud und VPN-Zugänge, erweitert werden. Das hat alle Beteiligten gefordert. Und wir müssen Lehren daraus ziehen.“

Er blickt voraus und lobt die Pläne des Kabinetts: „Die Landesregierung will künftig Technik, wie etwa eigene Videokonferenzsysteme, weiterentwickeln. Bandbreiten und Zugangs-Kapazitäten werden bedarfsgerecht erhöht, um mobiles Arbeiten oder Heimarbeit zu ermöglichen. Dies wird die Arbeitswelt in der Verwaltung ändern. Neben der Technik müssen wir auch organisatorische Abläufe neu gestalten. Darin liegt aber eine Chance, die Landesverwaltung als modernen attraktiven Arbeitgeber noch besser aufzustellen.“

Hintergrund und Zahlen

3.400 Nutzer aus allen Verwaltungen waren in den vergangenen Wochen mit Zugängen zur Thüringer Datenaustauschplattform ausgestattet und konnten auf diese Weise den Dienst von zu Hause aus verrichten. Damit stieg die Zahl der Nutzer um ein Drittel im Vergleich zum Jahresbeginn 2020.

Zudem wurden direkte VPN-Zugänge zum Landesdatennetz gewährt und die Kapazitäten kurzfristig erhöht.

Da Abstimmungsprozesse weiter aufrechterhalten mussten, stieg die Zahl der Video- und Telekonferenzen sprunghaft an. Aktuell sind 20.000 Nutzer im Freistaat für das Telekonferenztool eingerichtet.

Um die verschiedenen Kommunikationskanäle zu erweitern, wurden die Bandbreiten im Landesdatennetz ausgebaut. Das Kabinett will künftig mobiles Arbeiten und Telearbeit stärker für Bedienstete ermöglichen. Entsprechend wird eine weitere Erhöhung der Bandbreite angestrebt.

Insgesamt konnten auf Grund der technischen Vorkehrungen auch organisatorische Maßnahmen, wie abwechselnde Präsenzzeiten in den Behörden, flexible Arbeitszeiten oder auch die Möglichkeit der Kinderbetreuung der Bediensteten sichergestellt werden.

Neben der erweiterten Ausstattung der Landesverwaltung mit Technik sollen auch die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverwaltung gestärkt werden.

Außenansicht Dienstgebäude des Thüringer Finanzministeriums

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