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Thüringen wird mit dem Bund und anderen Bundesländern im Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung, kurz ZenDiS zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung hat der CIO am 19. Mai 2022 unterzeichnet.


Erstellt von Thüringer Finanzministerium

„Damit ist Thüringen eines der ersten Länder, die sich auf den Weg machen, mehr Open-Source in der Landesverwaltung einzusetzen. Unser Ziel ist es, bestehende Abhängigkeiten von proprietärer Software sowie mittel- bis langfristige Kosten zu reduzieren", so CIO Dr. Hartmut Schubert.

Bund, Länder und Kommunen haben im Rahmen eines gemeinsamen Eckpunktepapiers beschlossen, die Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung zu stärken. Ein zentrales Element des Strategiepapiers ist die Diversifizierung und Schaffung von Alternativen zu herstellerabhängiger Software, um insbesondere durch europäische Lösungen und Open Source Software bestehende Abhängigkeiten zu einzelnen großen Softwareherstellern aufzulösen. Mit ihren offenen Standards und Schnittstellen stärkt Open Source Software die Wechselmöglichkeit, Gestaltungsfähigkeit und den Einfluss der öffentlichen Verwaltung auf Technologieanbieter.

Aktuell fehlt der öffentlichen Verwaltung jedoch eine ebenenübergreifende organisatorische Einheit, die die Verfügbarkeit moderner, leistungsfähiger und skalierbarer Open Source Software sicherstellt, diese an die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung anpasst und deren Einsatz in der Verwaltung beschleunigt.

Diese zentrale Einheit von Bund, Ländern und Kommunen wird zukünftig das Zentrum für die Digitale Souveränität (ZenDiS) darstellen und die Verfügbarkeit aktueller und skalierbarer Lösungen garantieren. Dabei wird das Zentrum als Kompetenz- und Servicezentrum und nicht als IT-Dienstleister im Sinne eines Betreibers von Rechenzentrumsleistungen fungieren. Durch die Wahrnehmung dieser Aufgaben liefert das ZenDiS einen Mehrwert für die öffentliche Verwaltung sowohl auf der operativen als auch auf der strategischen Ebene.

ZenDiS entlastet Bund, Länder und Kommunen durch die übergreifende Koordination und Steuerung von Open Source Software-Entwicklungsvorhaben. Beispielhaft lässt sich dies am voraussichtlich ersten Projekt des ZenDiS – dem Souveränen Arbeitsplatz – verdeutlichen. Bis jetzt wird dieses Vorhaben vom Bundesinnenministerium und 15 Ländern gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport vorangetrieben.

Thüringen hat als eines der ersten Bundesländer die Bereitschaft erklärt, mit dem Bund als auch anderen Ländern im ZenDiS zusammenzuarbeiten und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Außenansicht Dienstgebäude des Thüringer Finanzministeriums

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