Zuvor hatte sie sich zu einem informativen Gespräch mit Geschäftsführerin Petra Hegt und der Koordinatorin für das Café und das Restaurant des Herzens, Jana Keil zusammengefunden. Die Stadtmission bietet ganzjährig wochentags im „Café des Herzens“ jeweils ein leckeres Frühstücksangebot.
Im Dezember und Januar kommt dann das „Restaurant des Herzens“ dazu. Dieses gibt es seit 1992. Es öffnet immer am Nikolaustag eines jeden Jahres und hat dann bis zum letzten Freitag im Januar wochentags jeweils von 13.00 bis 15.30 Uhr geöffnet.
Gekocht wird frisch. Für einen symbolischen Euro bekommen die Gäste ein schönes Mittagessen am gedeckten Tisch (samt Kaffee und Kuchen), werden bedient, erleben gemeinsam mit anderen eine gute Zeit. Diese Gemeinschaft ist gewachsen. Einmal im Jahr treffen sich alle hier, oft sind es inzwischen Stammgäste. Es geht also nicht nur um das Essen, sondern auch um Gemeinschaft, Wege gegen die Einsamkeit.
Die Stadtmission kann sich bei der Bewältigung der großen Aufgabe (finanziell, personell und organisatorisch) auf die Mitarbeit vieler Helferinnen und Helfer im Ehrenamt verlassen. Wer nicht dort mit essen will, kann sich auch etwas einpacken lassen.
Oft nehmen sich die Gäste eine weitere Portion für zu Hause mit, die sie am Wochenende essen. Oder die sie einfrieren für die Zeit, wenn das Restaurant des Herzens längst wieder geschlossen hat.
Täglich gehen so bis 150 Mahlzeiten an Bedürftige. Das Angebot funktioniert auf reiner Spendenbasis. Unter den Gästen sind Familien, Obdachlose, Leistungsbezieher, aber auch Senioren mit wenig Rente. Die Anzahl der Rentner hat über die Jahre sehr zugenommen. Sie kommen nicht nur, um ihre Rente zu entlasten, sondern auch, um nicht allein zu sein.
